Virtueller Gedächtnisraum: Wiener Memorbuch von 1633

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Das Wiener Memorbuch ist das bedeutendste Objekte des jüdischen Museums Frankens und hat selbst eine spannende Geschichte hinter sich. 1633 entstanden sind hier bis 1933 die Namen der verstorbenen Gemeindemitglieder in Kombination mit Totengebeten aufgezeichnet. Gerade im aschkenasischen Judentum spielen Memorbücher wie dieses eine große Rolle. Als Kombination von Gebetssammlungen und handschriftlich eingetragenen Ergänzungen dokumentieren Sie selbst auf der Flucht über Jahrhunderte hinweg Verfolgung, Pogrome und Gemeindeleben als virtueller Gedächtnisraum. Noch heute dient das Buch jüdischen Familien weltweit als wichtige Quelle, wenn sie die Geschichte ihrer Familie nachvollziehen möchten.

https://www.facebook.com/watch/?v=2653187881593089

Das Memorbuch ist bereits hochauflösend digitalisiert und wartet auf eine Aufbereitung. Von Tiefenerschließung, webbasierten Annotationskampagnen bis hin zu einer Visualisierung des komplexen Personennetzwerkes über die Jahrhunderte hinweg wären denkbar.

Virtuelle Installation http://www.buchstabenschubser.de/arbeiten/juedisches-museum-franken_memorbuch/

 

Das Projekt wird von Jacqueline Klusik-Eckert und den Mitarbeiter*innen des Jüdischen Museum Frankens betreut.

Jacqueline Klusik-Eckert, M.A.

Koordinatorin "Techne-Campus-Netzwerk für Digitale Geistes- und Sozialwissenschaften"

Philosophische Fakultät und Fachbereich Theologie (Phil)
Department of Digital Humanities and Social Studies (DHSS)