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Forschungsteam entwickelt effiziente Roboternavigation inspiriert von Fledermauspflanzen

Die Sonarsysteme und -reflektoren (unten) sind von Fledermäusen und Blüten inspiriert. (Bild: Ralph Simon/Vrije Universiteit Amsterdam)
Die Sonarsysteme und -reflektoren (unten) sind von Fledermäusen und Blüten inspiriert.Ralph Simon/Vrije Universiteit Amsterdam

Von der Fledermausblume zur Sonarnavigation

Sonarsysteme sind für Roboter und selbstfahrende Autos unerlässlich, da sie sehr kostengünstige Sensoren für Abstandsmessungen sind. Doch manchmal sind die erzielbaren Messergebnisse irreführend und bisher gab es auch keine Sonarzeichen, -schilder oder -signale, die die Navigation unterstützen können. Nun hat ein Forschungsteam der FAU gemeinsam mit Wissenschaftlern der Universitäten in Antwerpen und Amsterdam eine Lösung gefunden, die durch eine spezielle Koevolution zwischen Fledermäusen und Blumen inspiriert wurde. Ihre Ergebnisse haben sie in der Fachzeitschrift PNAS veröffentlicht.

Sonarsensoren spielen eine wichtige Rolle für neue Technologien, wie beispielsweise Navigationssysteme in autonomen Robotern und selbstfahrenden Autos. Die Sensoren sind preiswert, energieeffizient und liefern in der Regel sehr genaue Messungen. „Allerdings haben sie auch Nachteile“, sagt Prof. Dr. Stefan Rupitsch vom Lehrstuhl für Sensorik der FAU. „Ihre Messungen können manchmal mehrdeutig sein, und das kann zu verwirrenden Situationen für ein autonomes Fahrzeug oder einen Roboter führen.“

In einem von der Volkswagen Stiftung finanzierten Projekt an der FAU arbeiteten der Ingenieur Prof. Dr. Stefan J. Rupitsch und der Biologe und Fledermausforscher Dr. Ralph Simon zusammen mit Forschern der Universität Antwerpen und der Vrije Universiteit Amsterdam an einer Lösung dieses Problems. Inspiration fanden die beiden bei einer interessanten Symbiose von Fledermäusen und Blütenpflanzen. Weiterlesen…