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Neues Web-Archiv mit Fotoplatten der Astronomischen Sammlung der FAU online

Die Digitalisierung des Himmels

In der neuen Web-Datenbank sind alle Bereiche des Himmels kartiert – rot bedeutet, dass ein Himmelsfeld sehr oft erfasst wurde (bis zu 1536mal), blau sind die Bereiche, von denen es nur wenige Aufnahmen gibt. Dank der Beobachtungen der Bamberger Sternwarte ist der Südhimmel besonders gut abgedeckt. (Bild: AIP/APPLAUSE)

In der neuen Web-Datenbank sind alle Bereiche des Himmels kartiert – rot bedeutet, dass ein Himmelsfeld sehr oft erfasst wurde (bis zu 1536mal), blau sind die Bereiche, von denen es nur wenige Aufnahmen gibt. Dank der Beobachtungen der Bamberger Sternwarte ist der Südhimmel besonders gut abgedeckt. (Bild: AIP/APPLAUSE)

Wer in einer klaren Nacht in den Himmel schaut, sieht Sterne, viele Sterne. Noch sehr viel detailreicher sind astronomische Aufnahmen von Sternwarten. Die Bamberger Dr.-Remeis-Sternwarte der FAU zum Beispiel besitzt rund 40.000 historische Fotoplatten, die einen wahren Sternenschatz darstellen. Zusammen mit dem Leibniz-Institut für Astrophysik Potsdam sowie den Universitäten Hamburg und Tartu (Estland) haben die FAU-Astronomen nun insgesamt rund 70.000 solcher Glasplatten digitalisiert und online veröffentlicht: www.plate-archive.org. Gefördert wird das Projekt die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG).

Seit mehr als 150 Jahren bedienen sich Astronomen der Fotografie, um Planeten, Sterne, Galaxien und andere astronomische Objekte zu erforschen. Dazu wurden bereits gegen Ende des 19. Jahrhunderts Teleskope oder großformatige Kameras mit Glasplatten ausgestattet, die mit lichtempfindlichen Emulsionen beschichtet waren. Diese Fotoplatten mussten lange belichtet werden – oft für eine Stunde oder mehr. Gegen Ende der 1980er-Jahre kamen die ersten digitalen Geräte auf, die die klassischen Fotoplatten mittlerweile fast vollständig ersetzt haben. Aber dank ihrer Lebenszeiten von mehr als 100 Jahren sind die Glasplatten sehr zuverlässige Speicher
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