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Projection Painting

Historische Artefakte sind oft von der Zeit gezeichnet. Gerade die ursprüngliche Bemalung ist in vielen Fällen verloren. Archäologen und Kunsthistoriker können anhand von Überlieferungen und noch vorhandenen Farbpartikeln Rückschlüsse auf die ursprüngliche Farbgebung eines Objektes ziehen, jedoch sind diese oft spekulativ. Um verschiedene Möglichkeiten der Kolorierung auszuprobieren und zu demonstrieren, werden dazu entweder Bilder oder digitale 3D-Objekte bemalt. Beide Repräsentationen eignen sich jedoch nur bedingt zur Demonstration für ein größeres Publikum.

Unsere Forschungsgruppe entwickelt deshalb ein System, welches Projektoren verwendet, um das reale Objekt mit virtuellem Inhalt anzureichern. Somit erscheint das Objekt in der wirklichen Welt in den jeweiligen virtuellen Farben. Die Technologie heißt Projection Mapping und ist eine Form von Augmented Reality.

In Zusammenarbeit mit der Antikensammlung in München möchten wir dieses System um eine interaktive Komponente erweitern, bei der Benutzer auf einem Tablet ein Bild eines Objektes (zB eines Reliefs) bemalen können. Das System soll dann live mittels eines Projektors das Erscheinungsbild des realen Objektes verändern und somit das Experimentieren mit verschiedenen Farbgebungen erleichtern.

Bei Erfolg wird diese Arbeit in einer über mehrere Monate laufenden Ausstellung in München präsentiert und somit vielen Personen zugänglich. Die Arbeit bietet damit die Möglichkeit, erste Erfahrungen mit dem musealen Arbeitsprozess zu sammeln.

 

Themengebiet: Computergrafik, Augmented Reality, Projection Mapping
Betreuer: Philipp Kurth, Frank Bauer

 

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